Lacerta viridis / Östliche Smaragdeidechse

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  • Lacerta trilineata / Riesensmaragdeidechse

    Lacerta trilineata / Riesensmaragdeidechse

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  • Timon lepidus / Perleidechse

    Timon lepidus / Perleidechse

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  • Timon nevadensis / Perleidechse

    Timon nevadensis / Perleidechse

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  • Nominatform, Männchen: RO / Nera Gorge, 31.05.2013

    Das Verbreitungsgebiet von Lacerta viridis erstreckt sich über die Balkanhalbinsel südlich bis Mittelgriechenland und das Flusssystem der Donau bis zur europäischen Schwarzmeerküste und setzt sich entlang der türkischen Schwarzmeerküste fort. Einige isolierte Vorkommen gibt es in Ostdeutschland. In Nordostitalien wird die Art durch Lacerta bilineata abgelöst (siehe Verbreitungskarte bei Lacerta bilineata). Die Art hat ähnliche Habitatansprüche wie Lacerta bilineata: besiedelt werden offene, verbuschte Flächen, wir konnten die Art in einigen Gebieten (z.B. Rumänien) auch innerhalb geschlossener Mischwälder beobachten. Neben der Nominatform werden folgende Unterarten unterschieden:

    Lacerta viridis guentherpetersi besiedelt Gebirge in Mittelgriechenland (Ossa) und Evia. Sie unterscheidet sich von der Nominatform insbesondere dadurch, dass auch Männnchen eine grüngelbe anstelle einer blauen Kehlfärbung haben.

    Lacerta viridis meridionalis hat ihren Verbreitungsschwerpunkt in der Nordost-Türkei. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass der hintere Teil des Rumpfes und der Schwanz eine braune anstatt einer grünen Färbung aufweisen. Früher wurden auch die ähnlich aussehenden Tiere in Ostgriechenland und an der bulgarischen und rumänischen Schwarzmeerküste zu dieser Unterart gerechnet. Genetische Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, dass es sich bei den Tieren in Rumänien und Bulgarien lediglich um Farbmorphen der Nominatform handelt (möglicherweise eine Anpassung an karge Lebensräume). „Echte“ Lacerta viridis meridionalis kommen in Europa demnach nur an wenigen Stellen in Thrakien und auf dem Chalkidiki vor.

    Darüber hinaus wird die adriatische Küste vom Pindos im Süden bis nach Friaul / Italien von genetischen Linien besiedelt, die sich erheblich von Lacerta viridis unterscheiden und möglicherweise neben Lacerta bilineata und Lacerta viridis ein drittes eigenständiges Taxon bilden. Äußerlich unterscheiden sie sich nicht signifikant von den genannten Arten. Da bisher keine taxonomischen Schlüsse gezogen wurden, werden diese Linien werden an dieser Stelle als „Adria Clade“ bezeichnet.

  • Nominatform, Männchen: RO / Orsova, 30.05.2013

  • Nominatform, Weibchen: RO / Orsova, 29.05.2013

  • Nominatform, juvenil: RO / Orsova, 30.05.2013

  • Subsp. guentherpetersi, Männchen: GR / Evia, 02.06.2012 - Diese Unterart hat im Gegensatz zur Nominatform keine blaue Kehle und zeichnet sich durch einen robusten Körperbau aus.

  • Subsp. meridionalis, Männchen: GR / Chalkidiki, 16.06.2009 – während auch in Rumänien und Bulgarien oftmals Exemplare des „meridionalis“-Phänotyps – Braunfärbung von Hinterleib und Schwanz – zu beobachten sind, kommen auf europäischem Gebiet Vertreter dieser Unterart im engeren Sinne nur an wenigen Stellen in Nordost-Griechenland vor.

  • "Adria Clade", Männchen: GR / Korfu, 03.06.2017

  • "Adria Clade", Weibchen: MNE / Mrtvica, 04.07.2015

  • "Adria Clade", Weibchen: GR / Smolikas, 12.06.2009