Iberolacerta monticola / Iberische Gebirgseidechse

navigator Darevskia praticolaÜbersichtIberolacerta galani
  • Iberolacerta galani / Spanische Gebirgseidechse

    Iberolacerta galani / Spanische Gebirgseidechse

    clearpx
  • Iberolacerta cyreni / Cyren

    Iberolacerta cyreni / Cyren's Gebirgseidechse

    clearpx
  • Iberolacerta martinezricai / Peña de Francia Gebirgseidechse

    Iberolacerta martinezricai / Peña de Francia Gebirgseidechse

    clearpx
  • Nominatform, Männchen: P / Serra da Estrela, 17.07.2013

    Die Gattung Iberolacerta ist im Norden und Westen der Iberischen Halbinsel mit vier Arten vertreten, deren Verbreitung oftmals auf einzelne Gebirgsstöcke begrenzt ist (siehe Verbreitungskarte). Diese inselartigen Verbreitungsgebiete sind als eiszeitliche Relikte zu interpretieren: Nach Ende der letzten Eiszeit waren diese kälteangepassten Arten gezwungen, sich in die Hochlagen der Berge zurückzuziehen. Da die verschiedenen Arten teilweise sehr ähnlich aussehen, ist der Fundort oftmals wesentlich für die Bestimmung.

    Das größte Verbreitungsgebiet hat Iberolacerta monticola. Derzeit werden drei Unterarten unterschieden: Die Nominatform lebt in den Hochlagen der Serra da Estrela in Portugal. Iberolacerta monticola astur wurde erst im Jahr 2014 beschrieben und kommt ausschließlich in einer Bergregion südlich der Stadt Villablino / Provinz Léon vor. Iberolacerta monticola cantabrica besiedelt weite Teile des Kantabrischen Gebirges sowie isolierte Küstengebiete in Galizien.

    Typischerweise besiedelt die Art montane Lebensräume bis 2000 m Höhe, wo sie auf Granitfelsen lebt. In Galizien kommen, wie bereits erwähnt, einzelne Populationen bis auf Meereshöhe vor.

    Männliche Tiere zeigen eine kräftige Grünfärbung (zuweilen auch cyan-farben) mit schwarzer Zeichnung und sind damit kaum mit anderen Arten verwechselbar. Lediglich männliche Lacerta schreiberi weisen eine gewisse Ähnlichkeit auf, sind aber größer und gedrungener gebaut und haben zudem im Frühjahr eine blaue Kehlfärbung.

    Weibliche Tiere sind eher braun gefärbt und können mit Podarcis muralis, Podarcis bocagei und ggf. Podarcis guadarramae verwechselt werden. Ein Kennzeichen von Iberolacerta sind die abwechselnd breiten und schmalen Schwanzwirtel. Bei Podarcis sind diese in der Regel immer gleich breit. Weibliche Iberolacerta monticola haben zudem dunkelbraune Flanken und eine charakteristische helle Rückfärbung, die mit den Flanken deutlich kontrastiert, jedoch keine deutliche helle dorsolaterale Linie. In der Regel existiert eine schwarze Fleckenzeichnung auf dem Rücken, aber meist keine klar definierte vertebrale Linie. Bei weiblichen Podarcis muralis ist oftmals eine helle dorsolaterale Linie sowie eine vertebrale Linie vorhanden.

    Weibliche Podarcis bocagei verfügen über eine helle dorsolaterale Linie, die durch eine dunkle supra-dorsolaterale Linie (oder dunkle Punkte) abgegrenzt ist, und lassen sich damit klar von Iberolacerta monticola unterscheiden. Gleiches gilt für weibliche Podarcis guadarramae.

    Juvenile Iberolacerta monticola haben zudem kräftig blau gefärbte Schwänze, was sie von juvenilen Podarcis muralis unterscheidbar macht. Juvenile Podarcis bocagei und Podarcis guadarramae haben hingegen ebenfalls eine blaue Schwanzfärbung. Bei diesen Arten kann im Zweifel die dunkle supra-dorsolaterale Linie als Unterscheidungsmerkmal dienen. Dennoch kann die Identifizierung einzelner weiblicher oder juveniler Tiere unter Umständen Schwierigkeiten bereiten.

  • Verbreitung von der Gattung Iberolacerta im Nordwesten der Iberischen Halbinsel

  • Nominatform, Männchen: P / Serra da Estrela, 17.07.2013

  • Nominatform, Männchen: P / Serra da Estrela, 15.07.2013

  • Nominatform, Männchen: P / Serra da Estrela, 15.07.2013

  • Nominatform, Weibchen: P / Serra da Estrela, 15.07.2013

  • Subsp. astur, Männchen: E / Villablino, 20.09.2017

  • Subsp. astur, Weibchen: E / Villablino, 20.09.2017

  • Subsp. cantabrica, Männchen: E / Picos de Europa, 12.09.2011

  • Subsp. cantabrica, Männchen: E / A Coruna, 06.09.2011

  • Subsp. cantabrica, Weibchen: E / Picos de Europa, 09.09.2011

  • Subsp. cantabrica, juvenil: E / Picos de Europa, 12.09.2011