Podarcis virescens / Spanische Mauereidechse

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  • Podarcis carbonelli / Carbonells Mauereidechse

    Podarcis carbonelli / Carbonells Mauereidechse

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  • Podarcis vaucheri / S├╝diberische Mauereidechse

    Podarcis vaucheri / S├╝diberische Mauereidechse

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  • Podarcis lilfordi / Baleareneidechse

    Podarcis lilfordi / Baleareneidechse

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  • Männchen: E / Cazorla, 07.09.2015 - Die Art besiedelt ein riesiges Areal von der portugiesischen Atlantikküste bis zu den ostspanischen Städten Cuenca, Albacete und Cazorla (siehe Verbreitungskarte bei Podarcis hispanicus). Die Art kommt gut mit den offenen Agrarlandschaften Zentralspaniens zurecht und besiedelt in solchen Situationen oftmals Brücken, Ruinen oder Mauern. Männliche Tiere sind grundsätzlich gut an den gelben Schwanzunterseiten zu identifizieren sowie daran, dass die helle dorsolaterale Linie zu runden Punkten unterbrochen ist – die Art ist innerhalb ihres gesamten Verbreitungsgebietes auffallend homogen. Gleichwohl ist in den Kontaktzonen zu anderen iberischen Podarcis-Arten die Bestimmung oftmals schwierig: Am Südrand des Iberischen Scheidegebirges findet man zuweilen Tiere mit intermediären Merkmalen von Podarcis virescens und Podarcis guadarramae. Im Alto Tajo Nationalpark gibt es Tiere, die einer Mischform von Podarcis liolepis und Podarcis virescens gleichen, solche „Mischpopulationen“ findet man auch weiter südlich, z.B. bei Riopar (Albacete) oder Cazorla (Jaen). Der Südrand des Verbreitungsgebietes dieser Art ist zudem weitgehend unbekannt, da die Unterscheidung von Podarcis virescens und Podarcis vaucheri anhand äußerer Merkmale sich oftmals als fast unmöglich erweist.

    Es scheint somit, als stoßen bei den iberischen Podarcis-Arten die klassischen Artkonzepte an ihre Grenzen. Wir haben es hier mit „Formen“ zu tun, die zwar morphologisch und genetisch unterscheidbar sind und jeweils ein geografisch definiertes Gebiet besiedeln. Da es in den Kontaktzonen jedoch regelmäßig zu erfolgreichen Kreuzungen kommt, ist ein wesentliches Kriterium des biologischen Artenkonzeptes hier nicht erfüllt. Die einzelnen Formen haben sich in Glazialzeiten in isolierten Rückzugsgebieten unabhängig voneinander entwickelt und sich in der anschließenden Warmzeit ausgebreitet, so dass entsprechende Kontaktzonen entstanden. Möglicherweise waren die Isolationszeiten zu kurz, um die allopatrische Artbildung vollständig abzuschließen.

  • Männchen: P / Sintra, 19.07.2013

  • Männchen: P / Monchique, 03.04.2008

  • Weibchen: P / Lissabon, 18.07.2013

  • Jungtier: P / Lissabon, 18.07.2013