Sizilien & Äolische Inseln, 26.5. – 6.6.2016

Als Tourismusziele sind die Äolischen Inseln vor allem wegen ihrer Vulkane berühmt. Mehr noch als die Feuerberge interessierten uns aber die dort vorkommenden Äolischen Mauereidechsen. Auf dem sizilianischen Festland standen dann vor allem die Italienische Äskulapnatter und die Italienische Erzschleiche auf unserer Liste – insgesamt also drei Arten, die wir noch nicht gesehen hatten. Trotz dieser Aufgaben blieb uns noch genügend Zeit, um la Dolce Vita zu genießen. Vielen Dank an Andre Schmid, Jeroen Speybroeck & Jan van der Voort.

  • Ionische Inseln, 25.5.-5.6.2017

    Ionische Inseln, 25.5.-5.6.2017

    Kreuzfahrt in der Heimat des Odysseus

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  • Portugal, 14. – 21.4.2017

    Portugal, 14. – 21.4.2017

    Eidechsensafari an der Atlantikküste

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  • Rhodos & Kastellorizo, 27.3. – 2.4.2017

    Rhodos & Kastellorizo, 27.3. – 2.4.2017

    Season Opening 2017

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  • Pyrenäen, 2008 - 2016

    Pyrenäen, 2008 - 2016

    Aller guten Dinge sind Drei: Die Suche nach den Pyrenäeneidechsen

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  • Sizilien & Äolische Inseln, 26.5. – 6.6.2016

    Sizilien & Äolische Inseln, 26.5. – 6.6.2016

    Mission Vulkan! Rauchende Berge und seltene Reptilien

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  • Astypalaia & Naxos, 25.3.-3.4.2016

    Astypalaia & Naxos, 25.3.-3.4.2016

    Hellas reloaded – Besuch in Europas Biodiversitäts-Labor

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  • Spanien, 29.8.-11.9.2015

    Spanien, 29.8.-11.9.2015

    Biodiversität auf der Südost-Tangente

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  • Montenegro, 2. – 11.7.2015

    Montenegro, 2. – 11.7.2015

    Eidechsensafari in den Bergen Montenegros

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  •  Malta, 3. – 6.4.2015

    Malta, 3. – 6.4.2015

    Die exklusive Podarcis filfolensis Homestory!

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  • Oman, 6.–15.3.2015

    Oman, 6.–15.3.2015

    Abenteuer im Südosten der arabischen Halbinsel

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  • Zentralspanien, 29.8. - 14.9.2014

    Zentralspanien, 29.8. - 14.9.2014

    14 Tage in der Hitze Kastiliens

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  • Lefkada, Kefalonia & Akarnania, 24.5. - 3.6.2014

    Lefkada, Kefalonia & Akarnania, 24.5. - 3.6.2014

    Reptilienabenteuer in Westgriechenland

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  • Mallorca / Alicante - 15.-23.03.2014

    Mallorca / Alicante - 15.-23.03.2014

    2014 Season Kick-off mit 16 Reptilienarten

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  • Korsika, 07.-17.09.2013

    Korsika, 07.-17.09.2013

    Berge, Meer und Felseidechsen

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  • Portugal, 13. - 20.07.2013

    Portugal, 13. - 20.07.2013

    Eidechsensuche in Zentralportugal

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  • Rumänien, 24.05. - 03.06.2013

    Rumänien, 24.05. - 03.06.2013

    Herpetologische Abenteuer von der Schwarzmeerküste zum Eisernen Tor

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  • Menorca, 17. - 24.03.2013

    Menorca, 17. - 24.03.2013

    Besuch bei den Baleareneidechsen

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  • Peloponnes, 20. - 27.10.2012

    Peloponnes, 20. - 27.10.2012

    Herbstreise quer durch den Peloponnes

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  • Montenegro, 27.07. - 04.08.2012

    Montenegro, 27.07. - 04.08.2012

    Sommertrip in die Berge Montenegros

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  • Skyros & Evia, 26.05. - 04.06.2012

    Skyros & Evia, 26.05. - 04.06.2012

    Die Suche nach den legendären "Rieseneidechsen"...

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  • Kreta, 06. - 13.04.2012

    Kreta, 06. - 13.04.2012

    Auf der Suche nach den Blumen und Eidechsen Kretas...

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  • Andalusien, 10. - 18.03.2012

    Andalusien, 10. - 18.03.2012

    Eine heiße Woche voller herpetologischer Highlights im Südwesten Andalusiens

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  • Nordspanien, 02. - 13.09.2011

    Nordspanien, 02. - 13.09.2011

    Herpetologische Reise in den Nordwesten Spaniens: die Berge westlich von Leon, die Atlantikküste südlich von A Coruña und die Picos de Europa.

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  • Ägäis, 28.05. - 13.06.2011

    Ägäis, 28.05. - 13.06.2011

    Fünf Inseln in zwei Wochen: Kythira, Pori, Milos, Kimolos und Sifnos

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  • Rhodos & Kastellorizo, 12. - 19.03.2011

    Rhodos & Kastellorizo, 12. - 19.03.2011

    Exkursion zur östlichsten Insel Griechenlands...

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  • Zentralspanien, 25.09. - 03.10.2010

    Zentralspanien, 25.09. - 03.10.2010

    Iberolacertas in der Sierra de Gredos, Pena de Francia und Sierra de Guadarrama

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  • Alpen, 03. - 17.07.2010

    Alpen, 03. - 17.07.2010

    Unsere erste Tour in die Alpen führte uns ins Allgäu, die Julischen Alpen und nach Kärnten

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  • Nord-Peloponnes, 03. - 11.04.2010

    Nord-Peloponnes, 03. - 11.04.2010

    Vier Podarcis-Arten auf einen Streich!

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  • Nordgriechenland, 01. - 15. 06.2009

    Nordgriechenland, 01. - 15. 06.2009

    Traumreise durch das Pindos-Gebirge...

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  • Sizilien, 28.03. - 04.04.2009

    Sizilien, 28.03. - 04.04.2009

    Orchideenreise in den Osten Siziliens

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  • Samos, September 2008 / 2009

    Samos, September 2008 / 2009

    Chamäleons, Goldmabuyen und schöne Strände...

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  • Spanien, November 2008 / Februar 2009

    Spanien, November 2008 / Februar 2009

    Eidechsen in der Provinz Alicante

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  • Kalkeifel

    Kalkeifel

    Unser regionaler „Spielplatz“: botanische Highlights, artenreiche Schmetterlingswiesen und ein bisschen Herpetofauna…

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  • Tarentola mauritanica bei Nacht

    26.5. – Perfektes Timing

    Die Anreise zu unserer ersten Station – der Insel Vulcano – funktionierte perfekt: Um 15:30 landeten wir in Catania; um 17 Uhr brachte uns ein Shuttle-Bus nach Milazzo, wo wir gegen 19 Uhr eintrafen; um 19:10 Uhr startete das Hydrofoil von Milazzo nach Vulcano, wo uns im Hafen bereits die Wirtin unserer Unterkunft erwartete – Timing ist bekanntlich das Geheimnis jeder guten Komödie! Bereits im Hafen von Vulcano wurden wir von penetranten Schwefeldämpfen empfangen, so dass keine Zweifel blieben, wie diese Insel ihren Namen erhalten hat. Trotz dieser Geruchsbelästigung ließen wir den Tag mit Pizza & Pasta ausklingen und konnten zudem noch die ersten Reptilien dieser Reise fotografieren: Tarentola mauritanica (Mauergecko).

    27.5. – Der große Krater

    Podarcis raffonei (Äolische Mauereidechse) war ursprünglich auf Vulcano weit verbreitet, wurde aber von der vermutlich durch den Menschen eingeschleppten Ruineneidechse (Podarcis siculus) weitgehend verdrängt. Wir wollten herausfinden, ob diese Art überhaupt noch auf Vulcano nachzuweisen ist. Voller Tatendrang zogen wir also los, um den Gran Cratere, den 400 m hohen Vulkankegel der Insel, zu besteigen. An dessen ginsterbewachsenen Hängen wurde noch im Jahr 2001 Podarcis raffonei nachgewiesen; mittlerweile sind diese aber offenbar vollständig von den konkurrenzstärkeren Ruineneidechsen besiedelt – Podarcis raffonei dürfte hier nicht mehr zu finden sein. Der Kraterrand selbst ist fast vegetationslos: Rauch und heiße Schwefeldämpfe machen klar, dass es sich hier immer noch um einen aktiven Vulkan handelt. In einem entlegenen Teil des Gran Cratere entdeckten wir schließlich eine graubraune Eidechse, die sich eindeutig als Podarcis raffonei identifizieren ließ. Die Art ist also immer noch auf Vulcano vorhanden.

    Nachmittags untersuchten wir die Halbinsel Vulcanello, wo in der Vergangenheit ebenfalls Podarcis raffonei nachgewiesen wurde. Fehlanzeige: das gesamte Gebiet ist von Ruineneidechsen bevölkert; Podarcis raffonei scheint auch hier vollständig verdrängt worden zu sein. Ein weiterer Fundort, wo laut Literatur noch Podarcis raffonei vorkommen soll, erwies sich als extrem steil und ohne Boot unerreichbar. Also verbrachten wir den Rest des Tages am Strand.

  • Tarentola mauritanica bei Tag

  • Fast überall auf der Insel zu finden: Podarcis siculus

  • Hierophis viridiflavus (Gelbgrüne Zornnatter) – in situ

  • Hobby-Vulkanologen

  • Rauch und Schwefel

  • Schwefelausfällungen

  • Rauchwolken am Kraterrand

  • Panoramablick über den Krater, dahinter die Halbinsel Vulcanello, Lipari und im Hintergrund Salina

  • Podarcis raffonei alvearioi – die einzige an diesem Tag!

  • Podarcis raffonei alvearioi unterscheidet sich von Podarcis siculus durch die dunklen Kehlflecken

  • Auf Vulcanello

  • Blick nach Lipari

  • Das Etablissement unserer Wahl: die Geco Bar

    28.5. – Relikte

    Eine weitere Exkursion auf den Gran Cratere: Wir wollten dort nochmals nach Podarcis raffonei suchen – und fanden ganze zwei weitere Exemplare. Viel häufiger trafen wir auf Hybriden aus P. raffonei und P. siculus. Unsere Funde von Podarcis raffonei beschränkten sich ausschließlich auf praktisch vegetationslose Bereiche; sobald grüne Pflanzen in der Nähe waren, fanden wir nur noch reine Podarcis siculus. Podarcis raffonei wurde offenbar auf die unattraktivsten Habitate zurückgedrängt.

    In den in der Literatur genannten Gebieten auf Vulcanello und unterhalb des Gran Cratere wurde Podarcis raffonei mittlerweile offenbar vollständig durch Podarcis siculus ersetzt. Die von uns besuchte Reliktpopulation auf dem Krater besiedelt ein Gebiet von schätzungsweise nur rund 0,2 Quadratkilometern – möglicherweise leben zudem auch einige Tiere innerhalb des Vulkankraters. Diese Population dürfte jedoch kurz vor dem Zusammenbruch stehen: Die Populationsdichte ist – entsprechend des kargen Lebensraums – äußerst gering; die Hybridisierung mit P. siculus dürfte zudem dazu führen, dass in wenigen Jahren hier keine phänotypisch reinen P. raffonei mehr vorkommen. Zudem besteht auf Vulcano jederzeit die Gefahr eines neuen Ausbruchs, was sich vermutlich fatal auf diese isolierte Population auswirken würde.

    Nach diesen intensiven wissenschaftlichen Betrachtungen verbrachten wir dann den Nachmittag mit einem eher touristischen Programm auf der Nachbarinsel Lipari.

  • Wieder auf rauchendem Boden

  • Podarcis raffonei alvearioi

  • Fast vegetationsloses Habitat

  • Hybrid: grüner siculus-Rücken, gefleckte raffonei-Kehle

  • Noch ein Tier dieser „Hybridpopulation“

  • Sobald grüne Pflanzen in der Nähe sind, findet man auch auf dem Gran Cratere nur noch Podarcis siculus.

  • Auf Lipari: Alle warten auf die Fähre…

    29.5. – Adrenalin

    Wir verließen Vulcano und nahmen das Hydrofoil nach Stromboli. Dort bezogen wir ein Zimmer mit Blick auf die vorgelagerte Insel Strombolicchio. Es war unser langjähriger Traum, einmal diese kleine Insel zu besuchen: während auf Stromboli ausschließlich Ruineneidechsen vorkommen, lebt auf Strombolicchio – und nur dort – die Nominatform der Äolischen Mauereidechse (Podarcis raffonei raffonei).

    Es erwies sich als nicht einfach, ein Boot zu finden, um zu dieser Insel zu kommen. Allerdings hatte uns ein Informant den Tipp gegeben, nach Luigi zu fragen. Also gingen wir in den Hafen, und fragten nach Luigi. Jemand nannte uns die Bar, wo wir Luigi treffen könnten. Eine halbe Stunde später hatten wir die Bar gefunden, aber Luigi war nicht da. Eine Dame am Tresen fragte, ob wir seine Mobilfunknummer wollten – natürlich wollten wir! Wir riefen Luigi an und vereinbarten, dass er uns in drei Stunden, um 15 Uhr, an der Bar abholen sollte. Die Spannung stieg: sollten wir es wirklich nach Strombolicchio schaffen? Drei Stunden Warten können sehr lang sein – wortlos starrten wir aufs Meer… Um 15:20 Uhr kam dann tatsächlich Luigi und brachte uns zu seinem kleinen Schlauchboot im Hafen. Nachdem wir ihm erklärt hatten, dass wir keine Inselrundfahrt wollten, sondern uns für Eidechsen interessierten, nahm er direkten Kurs auf Strombolicchio.

    Dort ließen wir uns absetzen und vereinbarten, dass er uns in 90 Minuten wieder abholen sollte. Die Eidechsen zu finden, war nicht schwer und wir begannen zu fotografieren: beeindruckende, archaisch wirkende Tiere. Nach 30 Minuten kam starker Wind auf und die Wellen bekamen besorgniserregende Schaumkronen. Das hatte wohl auch Luigi bemerkt, der vorzeitig zurückkehrte, um uns abzuholen. Die Rückfahrt im Schlauchboot war aufgrund des Wellengangs nichts für schwache Nerven. Uns brachte das aber nicht mehr aus der Ruhe, denn wir waren glücklich über unsere schöne Fotoausbeute. Genug Adrenalin für diesen Tag…

  • Stromboli

  • Auf nach Strombolicchio: Luigis Transfer-Shuttle zum Hafen

  • Kurs auf Strombolicchio

  • Strombolicchio: ziemlich steil…

  • Los geht’s!

  • Podarcis raffonei raffonei

  • Podarcis raffonei raffonei - Paar

  • Podarcis raffonei raffonei - Paar

  • Podarcis raffonei raffonei - Paar

  • Podarcis raffonei raffonei - Paar

  • Eidechsenfotografie auf Strombolicchio

  • Podarcis raffonei raffonei - Jungtier

  • Podarcis raffonei raffonei - Weibchen

  • Podarcis raffonei raffonei - Blutmilben scheinen auch auf Strombolicchio ein Thema zu sein

  • Podarcis raffonei raffonei - Männchen

  • Portrait

  • Blick zum rauchenden Stromboli

  • Tiefschlaf...

  • Luigi kommt uns abholen…

    30.5. – Rauch und Asche

    Es hätte ein entspannter Strandtag auf Stromboli werden können, wenn nicht die Hälfte des Teams so närrisch gewesen wäre, eine geführte Wandertour auf den Vulkan zu buchen. Diese sollte um 17 Uhr beginnen, um rechtzeitig zum Sonnenuntergang auf dem Gipfel zu sein und anschließend in der hereinbrechenden Nacht die glühenden Eruptionen des Vulkans bestaunen zu können. Am frühen Abend versammelten sich dann zahlreiche Hobby-Vulkanologen am Dorfplatz. Jeder wurde mit einem Helm ausgestattet und in vier Gruppen zu jeweils rund 20 Personen begann im Gänsemarsch der Aufstieg auf den 900 Meter hohen Vulkan – viel Staub und Schweiß…

    Pünktlich zum Sonnenuntergang war der Gipfel erreicht – und prompt zogen dichte Wolken auf, die jegliche Sicht auf den Vulkankrater versperrten. Dieser blies zudem sehr unhöflich seine Abgase direkt in Richtung der Wanderer. In der aufkommenden Dunkelheit hörte man regelmäßig Explosionen und fallende Steine, vom eigentlichen Feuerwerk war jedoch nichts zu sehen. Der Bergführer äußerte die Hoffnung, dass der Wind bald drehe, doch das tat er nicht. Frierend saßen rund 80 Hobby-Vulkanologen auf dem Gipfel, eingehüllt in eine beißende Mischung aus Nebel, Rauch und Asche. Alle Nichtraucher wurden von Hustenkrämpfen geschüttelt (Rauchen stellt in einer solchen Umgebung offenbar einen evolutionären Vorteil dar). Als klar war, dass hier nichts mehr zu holen war, begann der staubige Abstieg und gegen 23 Uhr wurde der Dorfplatz wieder erreicht.

  • Ruineneidechsen gab es natürlich auch überall auf Stromboli…

  • Rauch am Gipfel des Stromboli

  • Sonnenuntergang am Stromboli-Gipfel

  • Rauchwolken über dem Krater

  • Es wird wolkig

  • Das Ende einer kurzen Karriere als Vulkanologe

    31.5. – Fast wie Urlaub…

    Wir hatten uns offen gelassen, als nächstes eine weitere Äolische Insel zu besuchen, stellten aber fest, dass wir nun zurück aufs sizilianische Festland wollten. Also fuhren wir mit dem Hydrofoil nach Milazzo. Dort übergab uns eine ausgesprochen freundliche und kompetente Mitarbeiterin der hiesigen Autovermietung die Schlüssel zu unserem Mietwagen (erfreuliche Begegnungen mit Mitarbeitern von Autovermietungen haben bekanntlich Seltenheitswert, daher sei dies an dieser Stelle erwähnt). Wir fuhren nach Taormina, einem Urlaubsort an der touristisch geprägten Ostküste. In dieser Gegend gibt es eine Population von besonders farbenfroh gefärbten Ruineneidechsen. Diese wurden ursprünglich als eigene Unterart (Podarcis siculus medemi) beschrieben, mittlerweile ist jedoch klar, dass es sich hier nur um eine Farbmorphe der Nominatform handelt. Schön anzusehen waren die Tiere dennoch. Nach einer ausgiebigen Fotosession frönten wir dem faulen Leben als Badeurlauber.

  • Ciao Stromboli…

  • …vorbei an Vulcano in Richtung Sizilien…

  • Podarcis siculus „medemi“: besonders auffällig ist die orangefarbene Unterseite

  • Podarcis siculus „medemi“…

  • …ein hübsch gefärbtes Weibchen…

  • …und ein prächtiges Männchen…

  • „Disko-Eidechse“

  • Urlaub…

    1.6. – Artenvielfalt im Nebrodi Naturpark

    Unser nächstes Ziel war der Nebrodi Naturpark im Norden der Insel. Wir nahmen ein Zimmer in einem hübschen Agritourismo, in dem vor uns schon zahlreiche andere Herpetologen Station gemacht hatten. Es war ein wolkiger und zum Teil nebliger Tag, dennoch fuhren wir in die Berge und gingen auf Reptiliensuche. Mit Erfolg: Bis zum Abend hatten wir Bufo bufo (Erdkröte), Discoglossus pictus (Gemalter Scheibenzüngler), Chalcides ocellatus (gefleckter Walzenskink), Chalcides chalcides (Italienische Erzschleiche), Lacerta bilineata (Westliche Smaragdeidechse), Natrix natrix (Ringelnatter) und Hierophis viridiflavus (Gelbgrüne Zornnatter) auf unserer Fundliste.

  • Habitat im Nebrodi Naturpark

  • Bufo bufo

  • Discoglossus pictus

  • Chalcides ocellatus tiligugu

  • Chalcides chalcides – von dieser Art hatten wir bislang keine Fotos

  • Chalcides chalcides

  • Lacerta bilineata chloronota

  • Natrix natrix sicula (juvenil)

  • Hierophis viridiflavus (juvenil)

    2.6. – Auf Schlangensuche

    Wir fuhren zu einem See im Nebrodi Naturpark, in dessen Umgebung wir auf Zamenis lineatus (Italienische Äskulapnatter) hofften, eine Art, die nur in Süditalien und auf Sizilien vorkommt. Der See hatte einiges zu bieten: Neben Ringelnattern und Teichfröschen (Pelophylax lessonae) fanden wir hier Italienische Laubfrösche (Hyla intermedia) und Europäische Sumpfschildkröten (Emys orbicularis trinacris). In der Umgebung des Sees gab es zahlreiche Smaragdeidechsen, außerdem Schlingnattern (Coronella austriaca) – aber leider zeigte sich keine Äskulapnatter.

  • Äskulapnattern suchen – und Schlingnattern finden…

  • …Coronella austriaca

  • Eine weitere Coronella austriaca

  • Lacerta bilineata chloronota

  • Emys orbicularis trinacris

  • Hyla intermedia

  • Pelophylax lessonae

  • Melanistische Natrix natrix sicula

    3.6. – Mission completed!

    Wir fuhren zu einem Teich in Küstennähe, wo wir auf Zamenis lineatus hofften – vergebens. Also besuchten wir nochmals das Habitat vom Vortag und suchten erneut. Nach einer halben Stunde verriet ein Rascheln im Gebüsch die Anwesenheit einer Äskulapnatter: endlich – „mission completed“! Damit hatten wir unsere Ziele für diese Reise erreicht und konnten nun in Ruhe Souvenirs einkaufen…

  • Landschaft im Nebrodi Naturpark

  • Hyla intermedia

  • Birgit mit Äskulapnatter

  • Zamenis lineatus – die dritte für uns neue Art auf dieser Reise

  • Normal gefärbte Natrix natrix sicula

  • Erste Anzeichen des Wahnsinns…

  • Hemidactylus turcicus im Garten unseres Agritourismo

    4.6. – Zum Ätna

    Wir hatten seit vier Tagen keinen Vulkan mehr gesehen – also zog es uns in Richtung Ätna. Bei einem Zwischenstopp im Nebrodi Naturpark fanden wir eine weitere Zamenis lineatus. Danach fuhren wir direkt nach Nicolosi an den Südhängen des Ätna. Unsere nachmittägliche Suche nach Aspisvipern (Vipera aspis) verlief erfolglos: Das zerklüftete Gelände bietet Tieren unendlich viele Versteckmöglichkeiten. Es war wie bei zu gut versteckten Ostereiern – irgendwann machte die Suche keinen Spaß mehr... Wir brachen ab und unternahmen stattdessen eine Sightseeing-Tour zur Seilbahnstation Ätna Süd.

  • Neuer Tag – gleiche Situation: Birgit mit Äskulapnatter

  • Zamenis lineatus

  • Endlich wieder ein Vulkan!

  • Am Ätna

  • Am Ätna

  • Blick in Richtung Catania

    5.6. – Wolken über Syrakus

    Wir fuhren bei regnerischem Wetter in Richtung Syrakus, um Podarcis waglerianus (Sizilianische Mauereidechse) zu suchen. Trotz wolkenverhangenem Himmel konnten wir einige dieser Eidechsen fotografieren. Außerdem fanden wir noch eine schöne schwarze Hierophis viridiflavus. Nachmittags klarte es auf und wir fuhren zurück zum Ätna, um nochmals – ohne Erfolg – nach Aspisvipern zu suchen. Wir mussten uns mit Ruineneidechsen begnügen. Damit neigte sich diese abwechslungsreise Reise bereits dem Ende entgegen: Am nächsten Tag ging unser Rückflug nach Düsseldorf.

  • Regenwolken

  • Podarcis waglerianus: um diese Jahreszeit nicht mehr so intensiv grün, wie wir sie auf unserer Reise im April 2009 gesehen hatten.

  • Podarcis waglerianus

  • Podarcis waglerianus

  • Hierophis viridiflavus

  • Die allgegenwärtige Podarcis siculus

  • Der rauchende Ätna am Morgen unseres Abflugs