Pyrenäen, 2008 - 2016

Scheitern ist ok, solange man es nicht zur Gewohnheit werden lässt. Aller guten Dinge sind bekanntlich Drei – und so viele Anläufe benötigten wir, um die endemischen Eidechsen der Gattung Iberolacerta in den Pyrenäen zu finden. Bei unserem 3. Versuch im August 2016 waren dies tatsächlich die letzten drei europäischen Eidechsenartenarten, die wir noch nicht gesehen hatten – dieses Mal musste es einfach klappen, zumal wir mit dem perfekten Team unterwegs waren!

  • Portugal, 14. – 21.4.2017

    Portugal, 14. – 21.4.2017

    Eidechsensafari an der Atlantikküste

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  • Rhodos & Kastellorizo, 27.3. – 2.4.2017

    Rhodos & Kastellorizo, 27.3. – 2.4.2017

    Season Opening 2017

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  • Pyrenäen, 2008 - 2016

    Pyrenäen, 2008 - 2016

    Aller guten Dinge sind Drei: Die Suche nach den Pyrenäeneidechsen

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  • Sizilien & Äolische Inseln, 26.5. – 6.6.2016

    Sizilien & Äolische Inseln, 26.5. – 6.6.2016

    Mission Vulkan! Rauchende Berge und seltene Reptilien

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  • Astypalaia & Naxos, 25.3.-3.4.2016

    Astypalaia & Naxos, 25.3.-3.4.2016

    Hellas reloaded – Besuch in Europas Biodiversitäts-Labor

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  • Spanien, 29.8.-11.9.2015

    Spanien, 29.8.-11.9.2015

    Biodiversität auf der Südost-Tangente

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  • Montenegro, 2. – 11.7.2015

    Montenegro, 2. – 11.7.2015

    Eidechsensafari in den Bergen Montenegros

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  •  Malta, 3. – 6.4.2015

    Malta, 3. – 6.4.2015

    Die exklusive Podarcis filfolensis Homestory!

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  • Oman, 6.–15.3.2015

    Oman, 6.–15.3.2015

    Abenteuer im Südosten der arabischen Halbinsel

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  • Zentralspanien, 29.8. - 14.9.2014

    Zentralspanien, 29.8. - 14.9.2014

    14 Tage in der Hitze Kastiliens

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  • Lefkada, Kefalonia & Akarnania, 24.5. - 3.6.2014

    Lefkada, Kefalonia & Akarnania, 24.5. - 3.6.2014

    Reptilienabenteuer in Westgriechenland

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  • Mallorca / Alicante - 15.-23.03.2014

    Mallorca / Alicante - 15.-23.03.2014

    2014 Season Kick-off mit 16 Reptilienarten

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  • Korsika, 07.-17.09.2013

    Korsika, 07.-17.09.2013

    Berge, Meer und Felseidechsen

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  • Portugal, 13. - 20.07.2013

    Portugal, 13. - 20.07.2013

    Eidechsensuche in Zentralportugal

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  • Rumänien, 24.05. - 03.06.2013

    Rumänien, 24.05. - 03.06.2013

    Herpetologische Abenteuer von der Schwarzmeerküste zum Eisernen Tor

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  • Menorca, 17. - 24.03.2013

    Menorca, 17. - 24.03.2013

    Besuch bei den Baleareneidechsen

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  • Peloponnes, 20. - 27.10.2012

    Peloponnes, 20. - 27.10.2012

    Herbstreise quer durch den Peloponnes

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  • Montenegro, 27.07. - 04.08.2012

    Montenegro, 27.07. - 04.08.2012

    Sommertrip in die Berge Montenegros

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  • Skyros & Evia, 26.05. - 04.06.2012

    Skyros & Evia, 26.05. - 04.06.2012

    Die Suche nach den legendären "Rieseneidechsen"...

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  • Kreta, 06. - 13.04.2012

    Kreta, 06. - 13.04.2012

    Auf der Suche nach den Blumen und Eidechsen Kretas...

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  • Andalusien, 10. - 18.03.2012

    Andalusien, 10. - 18.03.2012

    Eine heiße Woche voller herpetologischer Highlights im Südwesten Andalusiens

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  • Nordspanien, 02. - 13.09.2011

    Nordspanien, 02. - 13.09.2011

    Herpetologische Reise in den Nordwesten Spaniens: die Berge westlich von Leon, die Atlantikküste südlich von A Coruña und die Picos de Europa.

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  • Ägäis, 28.05. - 13.06.2011

    Ägäis, 28.05. - 13.06.2011

    Fünf Inseln in zwei Wochen: Kythira, Pori, Milos, Kimolos und Sifnos

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  • Rhodos & Kastellorizo, 12. - 19.03.2011

    Rhodos & Kastellorizo, 12. - 19.03.2011

    Exkursion zur östlichsten Insel Griechenlands...

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  • Zentralspanien, 25.09. - 03.10.2010

    Zentralspanien, 25.09. - 03.10.2010

    Iberolacertas in der Sierra de Gredos, Pena de Francia und Sierra de Guadarrama

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  • Alpen, 03. - 17.07.2010

    Alpen, 03. - 17.07.2010

    Unsere erste Tour in die Alpen führte uns ins Allgäu, die Julischen Alpen und nach Kärnten

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  • Nord-Peloponnes, 03. - 11.04.2010

    Nord-Peloponnes, 03. - 11.04.2010

    Vier Podarcis-Arten auf einen Streich!

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  • Nordgriechenland, 01. - 15. 06.2009

    Nordgriechenland, 01. - 15. 06.2009

    Traumreise durch das Pindos-Gebirge...

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  • Sizilien, 28.03. - 04.04.2009

    Sizilien, 28.03. - 04.04.2009

    Orchideenreise in den Osten Siziliens

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  • Samos, September 2008 / 2009

    Samos, September 2008 / 2009

    Chamäleons, Goldmabuyen und schöne Strände...

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  • Spanien, November 2008 / Februar 2009

    Spanien, November 2008 / Februar 2009

    Eidechsen in der Provinz Alicante

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  • Kalkeifel

    Kalkeifel

    Unser regionaler „Spielplatz“: botanische Highlights, artenreiche Schmetterlingswiesen und ein bisschen Herpetofauna…

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  • Wer Pyrenäeneidechsen sehen möchte, sollte Wanderstiefel anziehen (Aufstieg zum Port del Rat / 2008)

    Juni 2008

    Unseren ersten Anlauf starteten wir im Juni 2008 während eines Campingurlaubs in Frankreich: Wir wollten die drei Pyrenäen-Eidechsen Iberolacerta aurelioi (Aurelio’s Gebirgseidechse), Iberolacerta bonnali (Pyrenäen-Gebirgseidechse) und Iberolacerta aranica (Iberische Gebirgseidechse) sehen. Damals hatten wir keine genauen Informationen, wo diese Arten zu finden sind und mussten uns auf Literaturangaben verlassen, was zugegebenermaßen etwas blauäugig war. Als erstes hatten wir uns Iberolacerta aurelioi vorgenommen, die in den Bergen oberhalb von Auzat vorkommen sollte, irgendwo am Port del Rat, so hatten wir in Erfahrung gebracht. Wir machten uns also noch vor Sonnenaufgang bei bestem Wetter und voller Optimismus auf den Weg und begannen mit dem Aufstieg zum Port del Rat, um rechtzeitig in der Morgensonne die Eidechsen begrüßen zu können. Hier oben auf 2200 m Höhe lag jedoch noch viel Schnee und von den Eidechsen fehlte leider jede Spur. Nach langer frustrierender Suche gaben wir auf.

    Anschließend fuhren wir auf die Südseite der Pyrenäen – in den Ordesa-Nationalpark in Spanien. Dort wollten wir erneut unser Glück versuchen. Am nächsten Morgen begannen wir also eine neue schweißtreibende Wanderung in fantastischer Gebirgskulisse. Oberhalb des Circo de Cotatuero hofften wir auf Iberolacerta bonnali, mussten jedoch feststellen, dass hier alles voller Podarcis muralis (Mauereidechse) war. Pyrenäen-Gebirgseidechsen gab es hier keine. Enttäuscht mussten wir uns eingestehen, dass ohne genaue Fundpunkt die Suche wohl aussichtslos sein würde. Wir würden wohl in einem späteren Jahr einen weiteren Versuch starten…

  • Am Port del Rat: Viel Schnee – aber keine Eidechsen

  • Zootoca vivipara (Waldeidechse) war die einzige Lacertide, die wir hier oben fanden

  • Auf zu einer neuen Bergwanderung (Ja: damals machten wir noch Camping!)

  • Im Ordesa-Nationalpark

  • Dort oben gab es leider nur Podarcis muralis

  • Enttäuscht…

    Juli 2014

    Anfang Juli. Hochsommer. Unser zweiter Anlauf: Düsseldorf – Saint-Lary-Soulain = 1.324 km. Nach endloser Fahrt durch Frankreich erreichten wir unser Ziel am frühen Abend: Hier war es kalt und regnete. Dennoch versuchten wir am nächsten Morgen unser Glück mit Iberolacerta bonnali – dieses Mal hatten wir einen Fundpunkt auf gut 2000 m Höhe, der angeblich bombensicher sein sollte. Im Habitat angekommen, waren die Temperaturen einstellig, die Sonne kämpfte sich durch die Wolken. Trotzdem waren hier Reptilien aktiv: wir fanden Zootoca vivipara, Vipera aspis (Aspisviper) – und viele Podarcis muralis, aber leider keine Iberolacertas. Eine Stunde später verschwand die Sonne hinter einer geschlossenen Wolkendecke und wir mussten die Suche abbrechen. Die Wettervorhersage für Saint-Lary-Soulain war miserabel. Daher fuhren wir weiter in Richtung Val d’Aran / Spanien. Wir bezogen ein Zimmer in Salardu, von wo aus wir am nächsten Tag Iberolacerta aranica suchen wollten.

    Der nächste Morgen: in aller Frühe starteten wir die lange Wanderung zu den Iberolacerta-Habitaten. Leider war schon nach einer halben Stunde Marsch der Weg von einer Schafkoppel blockiert, die von etwa 10 grimmigen Hunden bewacht wurde. Nicht besonders mutig, aber wir zogen es vor umzukehren. In Salardu erfuhren wir dann, dass der Weg in die Berge von einem Erdrutsch verschüttet war, dies erklärte dann auch, warum uns die Schafe im Weg gewesen waren. Eine weitere Niederlage. Als Ersatzprogramm untersuchten wir ein Gebirgstal, wo wir Natrix maura (Vipernnatter) und eine schöne Zamenis longissimus (Äskulapnatter) fanden. Anschließend fuhren wir weiter zum Ordesa-Nationalpark, wo wir sechs Jahre zuvor schon einmal vergeblich Iberolacerta bonnali gesucht hatten – dieses Mal hatten wir aber genaue Fundpunkte.

    Der nächste Morgen: wieder früh aufstehen, die gleiche anstrengende Wanderung wie 2008. Kaum waren wir am Fundpunkt angekommen, kippte das Wetter und dichte Wolken zogen auf – aussichtslos. Wir waren ratlos: Mittlerweile war die Wettervorhersage für die gesamten Pyrenäen katastrophal – das würde mit den Pyrenäeneidechsen auch in diesem Jahr nichts werden! Wir beschlossen, die Pyrenäen zu verlassen und nach Andosilla (Provinz Navarra) zu fahren, um Psammodromus hispanicus (sensu stricto) (Spanischer Sandläufer) zu suchen, eine Art, die 2012 beschrieben wurde und die wir natürlich sehen wollten. Leider verfolgte uns das schlechte Wetter und so brachten schwere Gewitter in Andosilla einen Temperatursturz und Dauerregen. Am nächsten Tag warteten wir auf eine Regenpause. Sobald ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolken brachen, kamen auch die Spanischen Sandläufer heraus – immerhin etwas.

    Nachmittags fuhren wir weiter in Richtung Burgos, um Vipera latastei zu suchen – eine schlechte Idee: die Temperaturen dort waren fast schon winterlich; die Einheimischen zogen ihre Daunenmäntel an. Am nächsten Morgen schauten wir bei 8 °C auf den Wetterbericht: für Düsseldorf waren heute 30 °C angesagt. Die Truppenmoral war am Boden, wir wollten nach Hause. Burgos – Düsseldorf = 1.527 km. Mit Lichtgeschwindigkeit ging es zurück durch Frankreich (merke: Strafzettel in Frankreich sind teuer!).

    Wir hatten unser Bestes gegeben, aber gegen die äußerst unfreundlichen Wetterverhältnisse in den Pyrenäen konnten wir nichts ausrichten – diese störrischen Berge ließen einfach nicht mit sich reden.

  • Dieses Wurmloch portierte uns von Düsseldorf in die Pyrenäen

  • Eidechsenhabitat bei Saint-Lary-Soulain: k-k-kalt…

  • Das gesamte Gebiet war voller Podarcis muralis

  • Vipera aspis

  • Zootoca vivipara louislantzi

  • Natrix maura

  • Zamenis longissimus

  • Torla im Ordesa-Nationalpark

  • Spektakuläre Kulisse – aber keine Iberolacertas

  • Gewitterwolken bei Andosilla

  • Psammodromus hispanicus

  • Winter bei Burgos

    August 2016

    20.08.

    Da hinsichtlich der Iberolacertas auf den bisherigen Reisen unsere Diplomatie nicht gefruchtet hatte, setzten wir dieses Mal auf militärische Unterstützung. Also stellten wir ein Team aus durchtrainierten Kampfmaschinen zusammen. Am 20. August 2016 war es dann soweit: Wir flogen nach Barcelona, nahmen unseren Mietwagen in Empfang und holten Sjoerd van Bemmel (NL), Paul Lambourne (UK) und dessen Verlobte Alison Guest am Flughafen ab. Mit dieser Begleitung konnte wirklich nichts mehr schiefgehen. Nachdem unsere Super-Heroes auf der Rückbank verstaut waren, fuhren wir zielstrebig und wild entschlossen in Richtung Pyrenäen. Unser erstes Ziel: Der Col de Puymorens, wo eine Pyrenäenunterart der Zauneidechse (Lacerta agilis garzoni) lebt. Von der sommerlichen Hitze Barcelonas war hier in den Pyrenäen nichts mehr zu spüren: Auf dem Pass war es windig und neblig mit leichtem Nieselregen. Wir kannten das ja schon. Dennoch hatte Sjoerd nach gefühlten 10 Sekunden die erste Zauneidechse gefunden – Superhelden eben… Ein paar Zauneidechsen, Mauereidechsen und Blindschleichen später fuhren wir nach Tarascon-sur-Ariège, wo wir die erste Nacht verbrachten.

  • Superhelden frieren nie

  • Lacerta agilis garzoni (Männchen)…

  • …und ein Weibchen

  • Anguis fragilis (Blindschleiche)

  • Die Helden auf Fotosafari

    21.08.

    Heute stand Iberolacerta aurelioi auf dem Programm: Also fuhren wir Richtung Port del Rat, wo wir es 2008 schon einmal versucht hatten. Der dichte Nebel hielt uns nicht ab und wir stiegen furchtlos bergauf. Die wolkenverhangene Szenerie erinnerte eher an „Der Herr der Ringe“ – kurz vor dem Angriff der Orks – als an eine sommerliche Eidechsenexkursion. Nach einer halben Stunde Aufstieg klarte es aber in den Bergen auf und das Iberolacerta-Habitat lag in der blanken Sonne. Nun gab es kein Halten mehr – und tatsächlich, an der erwarteten Stelle sonnte sich Iberolacerta aurelioi auf den Steinen. In der umliegenden Heide tummelten sich Waldeidechsen und Paul fischte aus dem naheliegenden Gebirgsbach ein paar Pyrenäen-Gebirgsmolche (Calotriton asper). Yes! Strike! Nun konnte es weitergehen: Unsere Superhelden kühlten sich von den unbarmherzigen 20 °C Hitze der französischen Pyrenäen noch schnell in den angenehmen 4 °C kühlen Fluten eines Gebirgsbachs ab, dann fuhren wir zu unserer nächsten Station: Saint-Lary-Soulain.

  • Irgendwo in der Nähe von Mordor

  • Aufstieg

  • Es klart auf

  • Endlich: Iberolacerta aurelioi!

  • Iberolacerta aurelioi

  • Iberolacerta aurelioi

  • Iberolacerta aurelioi

  • Zootoca vivipara

  • Calotriton asper

  • Blick vom Iberolacerta-Habitat

  • verdiente…

  • ...Abkühlung

  • Erebia cassioides

  • Circaetus gallicus (Schlangenadler)

    22.08.

    Saint-Lary-Soulain: Nachdem unsere Helden ihre morgendlichen Trainingseinheiten abgeschlossen hatten, fuhren wir zu dem Iberolacerta bonnali-Spot, den wir 2014 schon einmal aufgesucht hatten. Die Berge lagen in blanker Sonne. Zunächst sah es wieder so aus, als sei das ganze Gebiet ausschließlich von Podarcis muralis bevölkert. Aber nach einiger Suche fanden wir auch einzelne Iberolacertas. Ober-Yesss! Die zweite Art auf unserer Liste! Als nächstes suchten wir Aspisvipern. Wir schwärmten aus und wenig später kam Paul mit einer Viper aus dem Wald. Schnell war eine weitere Viper gefunden. Mission completed: Wir fuhren weiter, in Richtung Val d’Aran. Bei einem Zwischenstopp in dem Bergtal, wo wir 2014 Zamenis longissimus gefunden hatten, entdeckte Sjoerd – Zamenis longissimus.

    Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit fuhren wir zugegebenermaßen recht zügig weiter – und gerieten prompt in eine Polizeikontrolle. Die Polizisten störten sich offenbar wenig daran, dass auf unserer Rückbank zwei verschwitzte nackte Männer und eine Dame im Bikini saßen. Der desolate Zustand der Reisepässe unserer Begleiter führte jedoch dazu, dass die Überprüfung unserer Personalien eine gefühlte halbe Stunde dauerte. Auch auf unsere Bestrebungen, die Situation fotografisch zu dokumentieren, reagierten die Beamten ausgesprochen humorlos. Irgendwann durften wir endlich weiterfahren und ließen den Tag in Salardu bei Bier und Pizza ausklingen.

  • Morgendliches Training

  • Iberolacerta-Habitat

  • Podarcis muralis

  • Iberolacerta bonnali

  • Iberolacerta bonnali - Männchen

  • Iberolacerta bonnali - Weibchen

  • Iberolacerta bonnali

  • Vipera aspis

  • Vipera aspis

  • Die Helden bei der Vipern-Fotografie

  • Cordulegaster boltoni

  • Zamenis longissimus

  • Halt: Polizei!

    23.08.

    Der nächste Morgen: in aller Frühe starteten wir die lange Wanderung zu den Iberolacerta-Habitaten (der gleichlautende Satz findet sich auch im Abschnitt zu unserer Reise aus 2014). Um Zeit zu sparen, versuchten wir den steilen Feldweg mit dem Auto hinaufzufahren. Leider erwies sich unser VW-Touran als ein für Superhelden ungeeignetes Fahrzeug, das den Wegverhältnissen in keiner Weise gewachsen war. Also mussten wir doch zu Fuß gehen. Weit oben in den Bergen stießen wir auf die bedrohlichen Schäferhunde, die uns 2014 das Fürchten gelehrt hatten. Sie ließen sich von Paul und Alison ausgiebig kraulen... Und so erreichten wir schließlich das Iberolacerta-Habitat, noch bevor die Sonne über die Bergspitzen gekrochen war. Nun hieß es abwarten, bis die Sonne am Himmel stand – oder doch nicht? Paul drehte einen Stein und fand darunter eine Eidechse: Ober-Yessssss! die letzte Art auf unserer Liste Europäischer Eidechsen –, Iberolacerta aranica (ja, trotz anders lautender Gerüchte haben wir uns wirklich gefreut!). Als die Sonne endlich herauskam, waren die Eidechsen überall – sehr dankbare Fotomotive.

    Uns blieb aber wenig Zeit, unseren Erfolg auszukosten, denn wir hatten neue Ziele: Paul wollte unbedingt den Pyrenäenfrosch (Rana pyrenaica) sehen. Also fuhren wir in die Westpyrenäen – etwa 4 Stunden Fahrt lagen vor uns, es war früher Nachmittag, somit bestand die Chance, die Frösche noch vor Sonnenuntergang zu finden. Kurz hinter der französischen Grenze gerieten wir in die nächste Polizeikontrolle. Der französische Polizeibeamte sprach überraschenderweise englisch und fragte uns, ob wir Alkohol oder Zigaretten dabei hätten, was wir mit treuherzigem Blick verneinten. Und weiter ging es. Gegen 18 Uhr waren wir am Froschhabitat, einem fast ausgetrockneten Bachlauf. Dennoch gelang es uns, die gesuchte Art zu finden. Ein erfolgreicher Tag, den wir abends im Hotel bei vorzüglicher baskischer Küche ausklingen ließen (Das Baskische war eine uns völlig unverständliche Sprache – lediglich Sjoerd beherrschte sie offenbar akzentfrei, zumindest klangen die Geräusche, die er von sich gab, wenn er Coca-Cola getrunken hatte, so ähnlich…).

  • Unser Volkswagen im Härtetest

  • Wir ließen das Auto stehen und gingen zu Fuß

  • Warten, bis die Sonne über die Bergspitzen kommt

  • Die „letzte“ Art!

  • Iberolacerta aranica beim morgendlichen Sonnenbad.

  • Die Tiere nutzen das Sonnenbaden offenbar, um ihre sozialen Beziehungen zu pflegen

  • Sehr fotogen...

  • ...

  • Gleicher Stein…

  • …anderes Tier

  • Das Winning-Team: Peter, Birgit, Sjoerd, Alison, Paul

  • Geschafft!

  • Rana pyrenaica (Pyrenäenfrosch)

  • Rana temporaria (Grasfrosch)

    24.08.

    Wir fuhren zu einem bekannten Fundort von Vipera seoanei (Iberische Kreuotter), offenbar so bekannt, dass es hier nicht mehr viele Vipern zu geben schien. Jedenfalls hatten wir kein Glück. Einige Kilometer weiter wollten wir Podarcis liolepis sebastiani suchen, eine Unterart der Katalonischen Mauereidechse. Vielleicht würden wir hier auch Vipern finden. In der Landschaft lag ein vielversprechender Felsklotz mit dem geschätzten Gewicht eines Mittelklassewagens. Der Vorschlag diesen umzudrehen - darunter würden wir bestimmt Vipern finden – stieß bei Sjoerd auf offene Ohren: Er hob den Felsbrocken hoch und fand darunter natürlich eine Viper. Diese entpuppte sich allerdings als Vipera aspis. Mit den Iberischen Kreuzottern sollte es dieses Mal wohl nicht klappen. Ganz zum Schluss fanden wir auch noch Podarcis liolepis. Ein paar schnelle Schnappschüsse – und nun war es bereits Zeit, das Baskenland zu verlassen. Unser Team würde am nächsten Morgen von Barcelona zurückfliegen. Vor uns lagen 570 km Wegstrecke, welche Birgit im Lichtgeschwindigkeits-Modus bewältigte. Wir verbrachten einen letzten, denkwürdigen Abend in Barcelona und setzten am nächsten Morgen etwas wehmütig unser Team in aller Frühe am Flughafen ab. Vielen Dank für die gemeinsame Reise, es war ein Riesenspaß mit euch! Wir hatten anschließend noch zwei Tage Zeit, uns die sehenswerte Street-Art der Stadt Saragossa anzusehen und unsere erfolgreiche Reise zu feiern.

  • In den Westpyrenäen

  • Alytes obstetricans (Geburtshelferkröte)

  • Bufo spinosus (Mittelmeer-Erdkröte)

  • Vipera aspis

  • Podarcis liolepis sebastiani

  • Saragossa: „Tribute to Iberian Wildlife“ von Dulk