Ionische Inseln, 25.5.-5.6.2017

Eigentlich hatten wir bereits alle Eidechsenarten Griechenlands gesehen, von einigen Arten wollten wir aber noch bessere Bilder machen; zudem interessierten uns bestimmte Farbmorphen auf verschiedenen Ionischen Inseln. Die Konsequenz: Neben ein paar Stationen auf dem Festland besuchten wir 5 Inseln in 10 Tagen. Dass aus dieser Kreuzfahrt rund um die Heimat des Odysseus keine Odyssee wurde, lag nicht zuletzt an den häufigen Überfahrten per Fähre, welche diese Reise erheblich entschleunigten. Unser Besonderer Dank gilt Philippos Katsiyiannis.

  • Ionische Inseln, 25.5.-5.6.2017

    Ionische Inseln, 25.5.-5.6.2017

    Kreuzfahrt in der Heimat des Odysseus

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  • Portugal, 14. – 21.4.2017

    Portugal, 14. – 21.4.2017

    Eidechsensafari an der Atlantikküste

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  • Rhodos & Kastellorizo, 27.3. – 2.4.2017

    Rhodos & Kastellorizo, 27.3. – 2.4.2017

    Season Opening 2017

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  • Pyrenäen, 2008 - 2016

    Pyrenäen, 2008 - 2016

    Aller guten Dinge sind Drei: Die Suche nach den Pyrenäeneidechsen

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  • Sizilien & Äolische Inseln, 26.5. – 6.6.2016

    Sizilien & Äolische Inseln, 26.5. – 6.6.2016

    Mission Vulkan! Rauchende Berge und seltene Reptilien

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  • Astypalaia & Naxos, 25.3.-3.4.2016

    Astypalaia & Naxos, 25.3.-3.4.2016

    Hellas reloaded – Besuch in Europas Biodiversitäts-Labor

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  • Spanien, 29.8.-11.9.2015

    Spanien, 29.8.-11.9.2015

    Biodiversität auf der Südost-Tangente

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  • Montenegro, 2. – 11.7.2015

    Montenegro, 2. – 11.7.2015

    Eidechsensafari in den Bergen Montenegros

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  •  Malta, 3. – 6.4.2015

    Malta, 3. – 6.4.2015

    Die exklusive Podarcis filfolensis Homestory!

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  • Oman, 6.–15.3.2015

    Oman, 6.–15.3.2015

    Abenteuer im Südosten der arabischen Halbinsel

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  • Zentralspanien, 29.8. - 14.9.2014

    Zentralspanien, 29.8. - 14.9.2014

    14 Tage in der Hitze Kastiliens

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  • Lefkada, Kefalonia & Akarnania, 24.5. - 3.6.2014

    Lefkada, Kefalonia & Akarnania, 24.5. - 3.6.2014

    Reptilienabenteuer in Westgriechenland

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  • Mallorca / Alicante - 15.-23.03.2014

    Mallorca / Alicante - 15.-23.03.2014

    2014 Season Kick-off mit 16 Reptilienarten

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  • Korsika, 07.-17.09.2013

    Korsika, 07.-17.09.2013

    Berge, Meer und Felseidechsen

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  • Portugal, 13. - 20.07.2013

    Portugal, 13. - 20.07.2013

    Eidechsensuche in Zentralportugal

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  • Rumänien, 24.05. - 03.06.2013

    Rumänien, 24.05. - 03.06.2013

    Herpetologische Abenteuer von der Schwarzmeerküste zum Eisernen Tor

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  • Menorca, 17. - 24.03.2013

    Menorca, 17. - 24.03.2013

    Besuch bei den Baleareneidechsen

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  • Peloponnes, 20. - 27.10.2012

    Peloponnes, 20. - 27.10.2012

    Herbstreise quer durch den Peloponnes

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  • Montenegro, 27.07. - 04.08.2012

    Montenegro, 27.07. - 04.08.2012

    Sommertrip in die Berge Montenegros

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  • Skyros & Evia, 26.05. - 04.06.2012

    Skyros & Evia, 26.05. - 04.06.2012

    Die Suche nach den legendären "Rieseneidechsen"...

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  • Kreta, 06. - 13.04.2012

    Kreta, 06. - 13.04.2012

    Auf der Suche nach den Blumen und Eidechsen Kretas...

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  • Andalusien, 10. - 18.03.2012

    Andalusien, 10. - 18.03.2012

    Eine heiße Woche voller herpetologischer Highlights im Südwesten Andalusiens

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  • Nordspanien, 02. - 13.09.2011

    Nordspanien, 02. - 13.09.2011

    Herpetologische Reise in den Nordwesten Spaniens: die Berge westlich von Leon, die Atlantikküste südlich von A Coruña und die Picos de Europa.

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  • Ägäis, 28.05. - 13.06.2011

    Ägäis, 28.05. - 13.06.2011

    Fünf Inseln in zwei Wochen: Kythira, Pori, Milos, Kimolos und Sifnos

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  • Rhodos & Kastellorizo, 12. - 19.03.2011

    Rhodos & Kastellorizo, 12. - 19.03.2011

    Exkursion zur östlichsten Insel Griechenlands...

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  • Zentralspanien, 25.09. - 03.10.2010

    Zentralspanien, 25.09. - 03.10.2010

    Iberolacertas in der Sierra de Gredos, Pena de Francia und Sierra de Guadarrama

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  • Alpen, 03. - 17.07.2010

    Alpen, 03. - 17.07.2010

    Unsere erste Tour in die Alpen führte uns ins Allgäu, die Julischen Alpen und nach Kärnten

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  • Nord-Peloponnes, 03. - 11.04.2010

    Nord-Peloponnes, 03. - 11.04.2010

    Vier Podarcis-Arten auf einen Streich!

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  • Nordgriechenland, 01. - 15. 06.2009

    Nordgriechenland, 01. - 15. 06.2009

    Traumreise durch das Pindos-Gebirge...

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  • Sizilien, 28.03. - 04.04.2009

    Sizilien, 28.03. - 04.04.2009

    Orchideenreise in den Osten Siziliens

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  • Samos, September 2008 / 2009

    Samos, September 2008 / 2009

    Chamäleons, Goldmabuyen und schöne Strände...

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  • Spanien, November 2008 / Februar 2009

    Spanien, November 2008 / Februar 2009

    Eidechsen in der Provinz Alicante

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  • Kalkeifel

    Kalkeifel

    Unser regionaler „Spielplatz“: botanische Highlights, artenreiche Schmetterlingswiesen und ein bisschen Herpetofauna…

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  • Die Reiseroute

    25.5.

    Wir erreichten den Flughafen von Korfu gegen 22:30 Uhr, nahmen uns im Hafen von Korfu Stadt ein Hotelzimmer und stimmten uns mit Retsina auf die bevorstehenden Abenteuer ein.

    26.5.

    In Korfu Stadt nahmen wir unseren etwas rachitischen Mietwagen in Empfang – „a brand new Skoda Citigo“, genannt: „Schrotti“ – und rumpelten damit direkt in den Bauch der nächsten Fähre, die uns zum Festland bei Igoumenitsa brachte. Von dort fuhren wir bei wechselhaftem Wetter entlang der Küste Richtung Süden und legten um die Mittagszeit eine Pause auf Lefkada ein. Diese durch einen wenige Meter breiten Kanal vom Festland getrennte „Insel“ lockt nicht nur mit schönen Stränden an der Nordküste sondern auch mit interessanten Eidechsen: Algyroides nigropunctatus kephallithacius (Prachtkieleidechse). Tatsächlich weist diese Art in der Ionischen Region einen beachtlichen Formenreichtum auf. Die Tiere auf Lefkada hatten wir allerdings bereits 2014 ausgiebig fotografiert, so dass wir uns dieses Mal mit ein paar schnellen Schnappschüssen begnügten. Danach ging es zurück aufs Festland und weiter in Richtung Süden. Bei immer noch wechselhaftem Wetter erreichten wir die Brücke von Rio, welche Mittelgriechenland mit dem Peloponnes verbindet – ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Wir überquerten den Golf von Korinth, um Philippos Katsiyiannis (www.greeknature.com) und dessen Frau zu treffen, die südlich von Patras wohnen. Im Hause Katsiyiannis wurden wir mit einem köstlichen Abendessen empfangen und schmiedeten Pläne für die kommenden Tage.

  • Im Hafen von Korfu: Sonne über dem Meer, Gewitter über dem Pindos

  • Richtung Igoumenitsa: Wir nähern uns den Gewitterwolken

  • Bei Lefkada

  • Männlicher Algyroides nigropunctatus kephallithacius mit der für Lefkada typischen grün gefärbten Kehle…

  • …und ein Weibchen mit gelber Kehlfärbung

  • Über die Brücke von Rio

  • Die Brücke von Rio mit den Südausläufern des Pindos im Hintergrund.

    27.5.

    Wir fuhren mit Philippos zum Erymanthos, einem über 2000 m hohen Gebirgsstock im Nordwesten des Peloponnes, wo er uns einige Reptilienhabitate zeigen wollte. In dieser Gegend kommen unter anderem die vermutlich nordwestlichsten Populationen von Hellenolacerta graeca (Spitzkopfeidechse) vor; außerdem konnten wir Algyroides moreoticus (Peloponnesische Kieleidechse), Lacerta trilineata (Riesensmaragdeidechse) und Podarcis peloponnesiacus (Peloponnes-Mauereidechse) fotografieren. Als „Beifang“ zu den Eidechsen gab es außerdem Hierophis gemonensis (Balkan-Zornnatter), Elaphe quatuorlineata (Vierstreifennatter), Xerotyphlops vermicularis (Wurmschlange) und einen Pseudopus apodus (Scheltopusik), den wir von der Straße retteten. Eine rundum gelungene Exkursion: Insgesamt scheint das Erymanthos-Gebirge wenig erforscht zu sein, liegt es doch abseits der üblichen von Herpetologen besuchten Spots – hier gäbe es sicher noch einiges zu entdecken! Als wir am Abend wieder zuhause bei Philippos eintrafen, sorgte ein Gewitterschauer für ein spektakuläres Abendlicht – der perfekte Ausklang des Tages.

  • Hellenolacerta graeca: eine der Arten, die wir unbedingt nochmal fotografieren wollten.

  • Hellenolacerta graeca

  • Hellenolacerta graeca

  • Hellenolacerta graeca

  • Hellenolacerta graeca

  • Podarcis peloponnesiacus – die orangefarbene Kehlfärbung scheint bei Tieren dieser Region weniger intensiv zu sein als in anderen Teilen des Peloponnes; möglichweise war aber Ende Mai einfach schon die Prachtfärbung der Paarungszeit verschwunden.

  • Algyroides moreoticus: Männliche Tiere auf dem Peloponnes zeigen ein weißes Fleckenmuster auf den Flanken.

  • Algyroides moreoticus

  • Sehr scheue Lacerta trilineata

  • Pseudopus apodus

  • Hierophis gemonensis

  • Juvenile Elaphe quatuorlineata

  • Zeit für eine Pause!

  • Gewitterwolken über dem Peloponnes…

  • …spektakuläres Licht

    28.5.

    Wir fuhren nochmals mit Philippos in ein phantastisches Gebirgshabitat. Leider war das Wetter hier oben kühl und feucht. Nur ein paar unerschrockene Podarcis tauricus (Taurische Eidechse) und Ablepharus kitaibelii (Johannisechsen) trotzten der Kälte. Unter Steinen fanden wir immerhin einige Anguis cephallonica (Peloponnes-Blindschleiche). Dann war es aber auch schon Zeit, uns von Philippos zu verabschieden: Vielen Dank für die tolle Gastfreundschaft – das waren zwei eindrucksvolle Tage!
    Uns zog es weiter und wir fuhren nach Kyllini im Westen des Peloponnes, um die 15-Uhr-Fähre zur Insel Zakynthos zu erreichen. Zakynthos verfügt über einen internationalen Flughafen, was dazu geführt hat, dass die Insel von Touristen überschwemmt wird, deren Hauptbeschäftigung offenbar darin besteht, auf Quads herumzufahren – nicht besonders verlockend, aber auf Zakynthos zeigen die Männchen von Algyroides moreoticus oftmals eine intensive Gelbfärbung auf den Flanken. Die wollten wir sehen! Auf der Insel angekommen, nahmen wir uns ein Zimmer für eine Nacht und gingen auf Eidechsensuche. Algyroides moreoticus ist hier ebenso wie Podarcis tauricus ionicus recht häufig und schnell waren ein paar Exemplare abgelichtet. Den Abend ließen wir in einer bei Badeurlaubern beliebten typisch griechischen Taverne ausklingen (Insider-Tipp: Tsatsiki auf Mayonnaise-Basis!).

  • Anguis cephallonica

  • Blick zurück von der Fähre: Gewitterwolken über dem Peloponnes

  • Ankunft auf Zakynthos

  • Algyroides moreoticus mit intensiver Gelbfärbung

  • Algyroides moreoticus

  • Algyroides moreoticus

  • Habitat von Algyroides moreoticus

  • Subadulte Elaphe quatuorlineata

    29.5.

    Wir nutzten den Vormittag, um nochmals Algyroides moreoticus zu fotografieren. Dann nahmen wir die 11-Uhr-Fähre zurück nach Kyllini: Insgesamt hatten wir keine 20 Stunden auf der Insel verbracht – eine effiziente Exkursion... Zurück auf dem Peloponnes machten wir einen Abstecher ins Santameri-Gebirge. Trotz mittäglicher Hitze waren hier einige Reptilien aktiv: Testudo hermanni (Griechische Landschildkröte), Podarcis peloponnesiacus und Lacerta trilineata. Danach ging es weiter Richtung Norden: Über die Brücke von Rio kamen wir nach Akarnanien und erreichten am Abend Astakos, einen verschlafenen Fährhafen an der Westküste.

  • Algyroides moreoticus

  • Algyroides moreoticus

  • Paar von Algyroides moreoticus: Auffällig ist der Größenunterschied zwischen Männchen und Weibchen.

  • Podarcis tauricus ionicus zeigt auf Zakynthos oftmals eine hübsche Färbung (Männchen)

  • Podarcis tauricus ionicus (Weibchen)

  • Wir verlassen Zakynthos

  • Peloponnes: Habitat im Santameri-Gebirge

  • Lacerta trilineata

  • Podarcis peloponnesiaucus (Männchen)

  • Podarcis peloponnesiacus: Ein Männchen überblickt sein Revier von seinem Aussichtsposten…

  • …mal sehen, was die Frau so treibt…

  • …das Imponiergehabe zeigt Wirkung…

  • …sie ziehen gemeinsam los:

  • Die Paarbindung scheint bei diesen Tieren über die Paarungszeit im Frühjahr hinaus anzuhalten; es scheint sich hier zumindest um eine evolutionäre Vorstufe von Zuneigung zu handeln.

  • Irgendwo in Akarnanien…

    30.5.

    Wir nutzten den Vormittag für eine Exkursion in das Umland von Astakos. Die Gegend ist landschaftlich abwechslungsreich mit steilen Bergen und weitläufigen Feuchtgebieten – sie präsentierte sich in herpetologischer Hinsicht aber erstaunlich unergiebig: Unsere Ausbeute beschränkte sich auf Emys orbicularis (Europäische Sumpfschildkröte), Lacerta trilineata sowie Grünfrösche (Pelophylax sp.). Ähnliche Erfahrungen hatten wir in Akarnanien bereits auf unserer Reise im Jahr 2014 gemacht.
    Um die Mittagszeit wollten wir die Fähre nach Ithaka, unserem nächsten Ziel, nehmen und reihten uns daher eine Stunde vor Abfahrt brav in die Schlange der wartenden Fahrzeuge ein. Die Fähre trudelte dann tatsächlich mit 40 Minuten Verspätung in Astakos ein und kurze Zeit später waren wir endlich wieder unterwegs auf dem Meer. Während der Fahrt passiert man eine Vielzahl meist unbewohnter Inseln – Zeit, die Gedanken schweifen zu lassen... Die Überfahrt dauerte mehr als drei Stunden, da die Fähre zuerst Kefalonia und erst danach Ithaka ansteuerte. Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich unsere Unterkunft auf Ithaka und konnten mit der Erkundung der Insel beginnen: Ithaka ist ein ruhiger und grüner Flecken Erde, der bislang vom Massentourismus verschont blieb. Verständlich, dass Odysseus sich ausgerechnet hier zur Ruhe setzte… Die ersten Reptilien, die wir hier sahen, waren Podarcis tauricus, Algyroides nigropunctatus kephallithacius, Algyroides moreoticus, Tarentola mauritanica (Mauergecko) und Mediodactylus kotschyi (Ägäischer Nacktfingergecko) – ein vielversprechender Auftakt.

  • Im Hafen von Astakos: Schrotti wartet auf die Fähre

  • Überfahrt nach Ithaka

  • Blick über den einsamen Süden Ithakas

  • Algyroides nigropunctatus kephallithacius: Die Männchen auf Ithaka neigen zu cyanfarbenen, zum Teil sehr dunkel gefärbten Kehlen.

  • Tarentola mauritanica

  • Algyroides moreoticus: die Tiere dösen die meiste Zeit mit geschlossenen Augen, flüchten aber dennoch bei der geringsten Störung.

    31.5.

    Unsere Zielart auf Ithaka war Algyroides moreoticus: Männliche Tiere zeigen auf dieser Insel eine intensive Blaufärbung auf den Flanken. Leider war es nicht so einfach, diese versteckt lebenden Eidechsen zu finden und erst recht nicht, gute Aufnahmen zu machen (wie wir bereits am Vortag erlebt hatten). Die Tatsache, dass das Wetter mittlerweile hochsommerlich heiß war, erschwerte zusätzlich unser Vorhaben. Unsere Suche am Vormittag brachte Algyroides nigropunctatus, Lacerta trilineata, Podarcis tauricus ionicus, Pseudopus apodus – aber keine Algyroides moreoticus. Mittags wurde es zu heiß für Reptilien und es war Zeit für eine Siesta. Am Abend war es immer noch sehr heiß, hinzu kam ein böiger Wind und wir konnten trotz intensiver Suche Algyroides moreoticus nicht finden – frustrierend…

  • Perfekte Tranung: Mediodactylus kotschyi

  • Lacerta trilineata – extrem scheu

  • Portrait von Algyroides nigropunctatus

  • Podarcis tauricus ionicus

  • Podarcis tauricus ionicus

  • Pseudopus apodus

  • Aeshna isoceles

  • Sylvia melanocephala

  • Blick vom Nordteil der Insel auf die Bucht von Sami

    1.6.

    Die Zeit lief uns davon: Am Mittag wollten wir bereits die Fähre zurück aufs Festland nehmen. Also unternahmen wir kurz nach Sonnenaufgang einen erneuten Versuch in der Sache Algyroides moreoticus – dieses Mal mit Erfolg: eine knappe halbe Stunde lang konnten wir einige Tiere beim Sonnenbad beobachten, danach zogen sie sich ins Dickicht zurück. Zumindest im Sommer scheint diese Art hier ziemlich kryptisch zu leben.
    Mittags fuhren wir zurück zum Hafen und warteten auf die Fähre, welche dann mit einer dreiviertel Stunde Verspätung auch tatsächlich eintraf – bei den Abfahrtszeiten scheint es sich hier lediglich um Richtwerte zu handeln: Mit Hektik kommt man auf Ithaka augenscheinlich nicht weiter. Auf der Rückfahrt legte die Fähre erneut einen Zwischenstopp auf Kefalonia ein, so dass wir Astakos erst am Abend erreichten. Von dort fuhren wir weiter in den hübschen Küstenort Palairos, wo wir bereits 2014 ein paar Tage verbracht hatten.

  • Männchen von Algyroides moreoticus: wenig kooperativ

  • Ein weiteres Männchen: Die Tiere machen ständig einen „schläfrigen“ Eindruck – verglichen mit dem Peloponnes oder Zakynthos war es auf Ithaka ziemlich herausfordernd, „gute“ Bilder von dieser Art zu machen.

  • Voller Einsatz!

  • Algyroides nigropunctatus kephallithacius

  • Rückfahrt zum Festland – vorbei am unberührten Süden Kefalonias

  • So viele Inseln, die man noch besuchen könnte…

  • Palairos: Strandpromenade mit „Alpenglühen“ inklusive

    2.6.

    Von Palairos fuhren wir zum Ozeros See und zum Amvrakischen See. Diese wenig erschlossenen Binnengewässer bergen sicher einige Naturschätze; als wir ankamen war es jedoch bereits recht heiß – uns gelang auf die Schnelle lediglich ein Schnappschuss von Algyroides nigropunctatus kephallithacius. Außerdem verschwanden ein paar Natrix natrix (Ringelnatter) und Mauremys rivulata (Eurasische Bachschildkröte) im Schilf. Nach diesem kurzen Zwischenstopp traten wir die Rückreise nach Norden an: unser mittlerweile zunehmend klappriger Mietwagen holperte tapfer in Richtung Igoumenitsa (Schrotti konzentrierte sich mittlerweile auf seine lebenserhaltenden Funktionen, unnötige Tätigkeiten wie Blinken hatte er eingestellt). In Igoumenitsa nahmen wir die nächste Fähre nach Korfu und von dort ging es weiter quer über die Insel bis Acharavi im Norden, wo wir am Abend ein Zimmer bezogen. Ein anschließender Abendspaziergang brachte Algyroides nigropunctatus – eine allgegenwärtige Art auf dieser Insel. Die Tiere von Korfu werden bislang zur Nominatform gezählt. Genetische Untersuchungen weisen aber darauf hin, dass es sich hier um einen eigenen Clade handelt, der lediglich auf Korfu und einem kleinen Gebiet des angrenzenden Festlands vorkommt.

  • Trithemis annulata

  • Lindenia tetraphylla

  • Ozeros-See

  • Algyroides nigropunctatus kephallithacius vom Amvrakischen See

  • Auf der Fähre nach Korfu: Blick zurück nach Igoumenitsa

  • Algyroides nigropunctatus („Corfu Clade“)

    3.6.

    Wir fuhren nach Sidari, einem beliebten Urlaubsort, der über ein attraktives Angebot an Fish&Chips-Restaurants und Sportsbars verfügt. Von Sidari gibt es eine tägliche Fähre nach Erikoussa: ein kleines bewohntes Eiland 10 km nördlich von Korfu und damit die nördlichste Ionische Insel. In einem Artikel von Stille & Stille (2016) wurde beschrieben, dass die dortigen Männchen von Algyroides nigropunctatus rote anstelle von blauen Kehlen haben: Das wollten wir uns doch ansehen!
    Bei einem kurzen Zwischenstopp auf dem Weg nach Sidari konnten wir Lacerta viridis (Östliche Smaragdeidechse) fotografieren. Im Hafen von Sidari angekommen, stießen wir neben normal gefärbten Algyroides nigropunctatus auf ein Männchen mit roter Kehlfärbung – war unsere Fahrt nach Erikoussa etwa überhaupt nicht nötig? Wie dem auch sei: Wir bestiegen das Boot nach Erikoussa, wo wir gegen 11 Uhr landeten. Nicht die optimale Uhrzeit für eine Eidechsenexkursion aber wir hatten Glück, da der Himmel bewölkt war. Auf Erikoussa mussten wir nicht lange suchen: der Inselort war dicht bevölkert mit Algyroides nigropunctatus, von denen einige tatsächlich eine leuchtende Rotfärbung hatten. Die Tiere waren ein echter Hingucker! Nachmittags brachte uns die Fähre zurück nach Korfu – unsere letzte Fährfahrt auf dieser Reise…

  • Lacerta viridis

  • Algyroides nigropunctatus

  • Algyroides nigropunctatus mit roter Kehle in Sidari – neben normal gefärbten Tieren scheint diese Farbmorphe im Norden Korfus sporadisch aufzutreten.

  • Fahrt nach Erikoussa: die Küste bei Sidari

  • Ankunft auf Erikoussa

  • Algyroides nigropunctatus auf Erikoussa: die meisten Männchen weisen rote Kehlfärbungen auf…

  • …Es gibt aber auch normal gefärbte Männchen mit blauer Kehle.

  • Algyroides nigropunctatus

  • Algyroides nigropunctatus

  • Ein weiteres Tier mit roter Kehle

  • Prachtskerl

  • Bufotes viridis (Wechselkröte) scheint auf Erikoussa recht häufig zu sein.

  • Rückfahrt nach Korfu

    4.6.

    Der Tag begann heiß und wir machten uns darauf gefasst, nur wenige Reptilien vor die Linse zu bekommen. Unsere morgendliche Suche im Norden der Insel ergab dann lediglich ein paar Lacerta trilineata und Algyroides nigropunctatus sowie Testudo hermanni. Wir beschlossen daher, auf hitzeresistente Arten zu fokussieren und fuhren nach Korfu Stadt. Dort lebt eine eingeschleppte Population von Laudakia stellio stellio auf den Stadtmauern. Die Männchen dieser Tiere saßen selbst in der Mittagshitze exponiert auf ihren Aussichtsposten – prachtvolle Echsen! Der Abend brachte dann an der Nordküste noch einige schön gefärbte Algyroides nigropunctatus, wenngleich ansonsten keine weiteren Arten.

  • Lacerta trilineata

  • Kirinia roxelana

  • Laudakia stellio stellio: Männchen der Nominatform haben oftmals auffällig orangefarbene Köpfe

  • Laudakia stellio stellio

  • Laudakia stellio stellio

  • Laudakia stellio stellio

  • Laudakia stellio stellio

  • Mampf...

  • Algyroides nigropunctatus

  • Paar von Algyroides nigropunctatus

    5.6.

    Unser Rückflug nach Deutschland startete bereits am Vormittag, so dass – abgesehen von ein paar Podarcis tauricus ionicus auf dem Flughafengelände – keine weiteren Reptilienfunde zu verzeichnen waren.

  • Abschiedsgruß von Korfu: Podarcis tauricus ionicus am Flughafen

    Fazit:

    Eine Reise, die bestimmte Farbmorphen einzelner Arten im Fokus hat, ist zwangsläufig mit häufigen Ortswechseln und einigen Streckenkilometern verbunden. Einige der besuchten Inseln und Regionen hätten sicherlich einen längeren Besuch verdient. Auf der anderen Seite haben die vielen Fährfahrten erst das Gefühl für die Weite der Ionische Inselregion vermittelt – eine Region, die nicht nur in herpetologischer Hinsicht äußerst abwechslungsreich ist. Unvergesslich…